09 Februar 2012

Safer Internet Day – ein Fazit

Angst ist kein guter Berater. Schaut man sich die Programme zum "Safer Internet Day (SID)" der vergangenen Jahre an, so wird deutlich, dass diese Erkenntnis mittlerweile auch die Initiatoren jener Veranstaltung erreicht hat, die am 7. Februar in großen Teilen der Welt sattfindet und die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Netz schützen soll. In Europa ist die EU an der Finanzierung, Planung und Durchführung beteiligt. Auch aus ihren Erklärungen spricht das informelle Motto "Aufklärung statt Angst". Statt wie über Jahre hinweg schlichte Warnungen zu formulieren sowie mehr Kontrolle zu fordern, steht nun ein anderer Ansatz im Mittelpunkt: Gespräche mit Kindern über ihre Online-Aktivität und die Förderung ihrer Kreativität im Umgang mit dem Netz haben die üblichen Vorschläge auf die hinteren Plätze verwiesen: mehr Regeln, Vorschriften und Grenzen, Kontrollprogramme der Eltern etc. Weiterlesen

Media Smart Material zu Onlinewerbeformen

Bunte Pop-Ups, Fullbanner, Skyscraper und Flashvideos - das Internet bietet viele Sonderwerbeformen, die auf den ersten Blick nicht als solche zu identifizieren sind. Was Erwachsene nur schwer durchschauen, stellt Kinder vor noch größere Herausforderungen. Deshalb hat die Bildungsinitiative Media Smart e.V. ihr Unterrichtsmaterial "Augen auf Werbung" jetzt komplett überarbeitet und verstärkt auf Onlinewerbung ausgerichtet. Das Unterrichtspaket bietet Schulen umfangreiches Material, um das Thema Werbung im Rahmen der 3. oder 4. Klasse praxisnah zu bearbeiten. "Augen auf Werbung" enthält neben aktuellen Sachinformationen acht von Experten ausgearbeitete Unterrichtseinheiten mit neuen Schaubildern, Arbeitsblättern, Auftragskarten, Rollenspielkarten und zusätzlichen Extras sowie Original-Werbebeispiele aus den Bereichen Fernsehen, Radio, Plakat und Internet. Weiterlesen

Facebook Gruppen für den Unterricht

Martin Kurz ist Realschulleiter der Adolf Reichwein Schule in Langen und nutzt Facebook zur Unterrichtsbegleitung seiner 10. Klasse in Mathe und Physik. Seit Jahren diskutieren Pädagogen darüber, wie interaktives und „informelles“ Lernen funktionieren können. Und jetzt, da ein Großteil der jungen Leute in dem sozialen Netzwerk Facebook aktiv sind, nutzt er die Chance: Statt nur zu warnen, mit dem Zeigefinger auf das „böse Facebook“ zu zeigen oder gar seinen Account abzumelden wie Verbrauerschutzministerin Ilse Aigner, macht er einen mutigen Schritt. In seiner 10 Klasse der Realschule, führt er eine Facebookgruppe und redet öffentlich darüber. Weiterlesen Hier gehts zum Prezi-Vortrag, den er auf der Medienbildungsmesse 2011 hielt.
05 Oktober 2011

Schule wird digital: iPads, Whiteboards und Lernplattformen

Die Hefte bleiben heute im Geschichtsunterricht geschlossen, auch die Stifte kommen nur selten zum Einsatz. Stattdessen blicken rund 25 Elftklässler am Billstedter Kurt-Körber-Gymnasium konzentriert auf die Bildschirme ihrer iPads: Mit beachtlicher Geschwindigkeit tragen sie darauf Informationen zur Französischen Revolution zusammen. Während Mandy Heinemann fleißig mitschreibt und ein übersichtliches Diagramm erstellt, informiert sich ihre Freundin Sonja Willert im Internet über die Zusammenhänge der Revolution. "Ich finde es richtig praktisch, dass wir nun die iPads haben", sagt die 16-Jährige. "So können wir während des Unterrichts an zusätzliche Informationen gelangen, die nicht in den Büchern stehen." Das digitale Klassenzimmer - im ersten gemeinsamen Oberstufenjahrgang des Billstedter Gymnasiums und der Stadtteilschule Öjendorf ist es seit diesem Schuljahr Realität. Dort wurden die 70 Schüler der elften Stufe im Rahmen des Projekts "Paducation" mit persönlichen iPads ausgestattet, die sie in Unterricht und Freizeit nutzen können. Weiterlesen
22 September 2011

Lernportale: Spielend Englisch üben

Das World Wide Web hat einen großen Einfluss auf die Vermittlung von Wissen - nicht nur, was gelernt wird, wird immer mehr infrage gestellt, sondern auch wie: Müssen die Möglichkeiten des Internets und anderer digitaler Medien mehr in den deutschen Unterricht integriert werden? Viele Experten plädieren dafür, doch einfach nur online zu sein, bringt wenig - es braucht ein System. Der Mediendidaktiker André Lenich von der Initiative schulen-ans-netz.de sagt, dass allein der Zugang zu Internet oder digitalen Medien keine Lernvorteile für Schüler bringt. «Schülerinnen und Schüler können die Vorteile digitaler Medien nur dann wirklich nutzen, wenn sie wissen, wie das geht», stellt er fest. Das lernen sie allerdings nicht durch beiläufiges Surfen oder durch soziale Netzwerke wie SchülerVZ oder Facebook, sondern durch die systematische Auseinandersetzung mit didaktischen Angeboten aus der Welt des Internets. In einer Fotostrecke zeit news.de empfehlenswerte Lernportale. Artikel weiterlesen
14 September 2011

FragFINN veröffentlicht Internet-Führerschein für Kinder

Für Kinder ist es wichtig, das sichere Surfen im Internet zu erlernen. Darum hat die Kindersuchmaschine fragFINN.de gemeinsam mit dem Verlag an der Ruhr einen „Internetführerschein für Kinder“ herausgegeben. Dabei handelt es sich um eine Arbeitsmappe mit dem Untertitel „Clever surfen – Infos finden – sicher chatten“, die Lehrer im Unterricht einsetzen können, um Schülern der Klassenstufen 3 und 4 den richtigen Umgang mit dem Internet zu vermitteln.

Die Unterrichtsmaterialien erklären die Benutzung von Suchmaschinen für Kinder, von denen es im deutschsprachigen Raum mehrere gibt. Anhand der Arbeitsblätter haben Lehrer die Möglichkeit, ihren Schülern zu zeigen, wie sie im Internet mit Kindersuchmaschinen Informationen suchen und finden können. Die Kinder sollen dabei auch lernen, Suchergebnisse auszuwerten, zu beurteilen und für sich zu nutzen. Bei Amazon kaufen

Schule: Nutzen von Hightech bleibt umstritten

Der Einsatz moderner Technologie in der Schule gilt seit Jahren als logische Weiterentwicklung des Unterrichts. Die Auswertung der Erfahrungen eines US-Pilotprojekts rufen nun Kritiker auf den Plan, berichtet die New York Times. Im Schulbezirk Kyrene, in dem Schüler an Laptops lernen, das Internet im Unterricht verstärkt eingesetzt wird und Lehrer als Wegweiser und weniger als Vortragende gesehen werden, konnten keine Verbesserungen der Lernerfolge erzielt werden. Kritiker bezweifeln den Nutzen von Hightech im Klassenzimmer. Weiterlesen
04 Juli 2011

Twitter-Unterricht

Lehrer scheuen sich immer weniger davor, auch online auf ihre Schüler zuzugehen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, bei Hausaufgaben zu helfen und Ratschläge zu verteilen. Manche gehen sogar noch weiter: Sie verwenden soziale Netzwerke nicht nur nachmittags nach dem Pausengong, sondern mitten im Unterricht, vor versammelter Klasse. Früher sammelten Lehrer Mobiltelefone vor dem Unterricht ein, um Ablenkungen zu vermeiden. Inzwischen raten Pädagogen dazu, sich den Herausforderungen des medialen Wandels zu stellen. Der Koblenzer Geschichtslehrer Daniel Eisenmenger etwa setzt GoogleMaps, YouTube und auch Twitter bewusst im Unterricht ein und bloggt über seine Erfahrungen. Und gerade Twitter lässt sich dafür nutzen. Ist es doch bestens dafür geeignet, im Unterricht Schüler für neue Diskussionsformen zu gewinnen. Wie, das hat beispielsweise der Medienpädagoge Björn Friedrich untersucht. Weiterlesen

Bloggen: Note sehr gut

focus schule In Sachen Mediennutzung im Unterricht ist Andreas Kalt eine Orchidee. Der Lehrer unterrichtet Englisch, Biologie und Erdkunde an einer Schule in Neuenburg am Rhein – und er arbeitet in seinem Unterricht mit Blogs und dem Kurznachrichtendienst Twitter. Bei einer Reihe zum Thema „Weinbau“ konnten seine Schüler zwischen einem regulären Lerntagebuch auf Papier und der Präsentation ihrer Lernfortschritte in Form eines Internet-Blogs wählen. Von elf Schülern trauten sich sieben, ihre Fortschritte öffentlich im Internet zu publizieren. Weiterlesen
16 März 2011

Nach Amokdrohung auf isharegossip fällt die Schule aus

Leere Gänge, verlassene Klassenzimmer und ein verwaister Schulhof: Das Zehlendorfer Schadow-Gymnasium befand sich am Montag und Dienstag im Ausnahmezustand. Wo sonst 950 Schüler und 75 Lehrer ein- und ausgehen, herrschte zwei Tage lang gespenstische Stille, nachdem im Internet mit einem Amoklauf gedroht worden war. Am Mittwoch wollte die Schule versuchen, wieder den regulären Betrieb aufzunehmen. Unterdessen gab es eine weitere Amokdrohung am Weißenseer Primo-Levi-Gymnasium, die allerdings wesentlich harmloser formuliert war als die Zehlendorfer. Beide Drohungen waren auf der umstrittenen Internetseite iShareGossip.com zu lesen. Weiterlesen
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