Über das Thema Kinderschutz im Internet wurde gerade erst auf den Münchner Medientagen eingehend diskutiert. Dabei kann es allerdings nicht darum gehen, pauschale Lösungsansätze zu bieten, sondern die Schutzmaßnahme muss dem konkreten Alter des Kindes entsprechen. Angebote, die für grob unterteilte Altersgruppen – bis unter 12 Jahren, 12 bis 16 Jahren und 16 bis 18 Jahren – Empfehlungen für bestimmte Webseiten abgeben, greifen zu kurz. Schließlich ist die Gruppe der unter 12jährigen vielfältig, heterogen, aber auch individuell und ganz besonders schutzbedürftig. Beim Eintritt in die Online-Welt fehlt ihnen meist die nötige Medienkompetenz und sie müssen sich erst mit den Mechanismen und Regeln des Internets vertraut machen.
Schwierig wird es außerdem, wenn Eltern sich bei der Internetnutzung ihres Nachwuchses auf Programme verlassen, die rein technisch ausgerichtet sind
und die passenden Web-Angebote für Kinder nach Suchwörtern (sogenannten
„Bad Words“) filtern. Schließlich werden die Filterungen nach Altersgruppen
nicht umfassend vorgenommen, die Altersgruppen sind zu grob und damit vage. Der Filter ist entweder sehr rigide und sperrt beispielweise auch Seiten, die
den Begriff „Nacktschnecke“ enthalten, oder ist unzureichend, weil er eine Seite, die zwar die richtigen Suchbegriffe enthält, aber auch ungeeignete Inhalte aufweist, zulässt.
Die Dolphin Media AG ist in Deutschland bisher der einzige Anbieter, der sich ganz konkret mit dem Schutz der jüngsten Internetnutzer befasst. Das Unternehmen setzt bei seiner
Kinderschutzsoftware Dolphin Secure auf ein Redaktionsteam, das handverlesen geeignete Internetangebote für Kinder zwischen sechs und 12 Jahren zusammenstellt. Der Fachredakteur Stefan Michaelis, der sich bereits seit langem mit dem Thema Kinderschutz im Internet befasst und zu den Gründern des Software Gütesiegels „Clever“ gehört, bestätigt dieses Vorgehen: „Besser als Dolphin Media kann man das Thema Kinderschutz im Internet nicht auf den Punkt bringen.“
Die Dolphin Media AG hat einen strengen Kriterienkatalog entwickelt, wonach jede einzelne Webseite geprüft wird, ehe sie für die Jüngsten freigegeben wird. An erster Stelle steht dabei die Frage, ob die Inhalte für die Altersgruppe interessant und verständlich sind. Aber auch die Gestaltung einer Webseite muss angemessen sein. Seiten, die an den Rändern mit Werbebannern gepflastert sind, werden aussortiert. Ausnahmen gibt es nur, wenn es sich dabei um Werbung für die Angebote von Fernsehsendern oder Verlagen handelt, die gleichzeitig einen Lehrauftrag erfüllen. Des Weiteren wird darauf geachtet, dass die Seiten, die ins Dolphin Secure „Kindernet“ aufgenommen werden, nicht die Angabe der persönlichen Daten der Kids fordern oder öffentliche Chatforen anbieten.
„Wir sind bei der Zusammenstellung der Inhalte so streng, um den Kindern eine geschützte und altersgerechte Online-Umgebung zu bieten, in der sie sich austoben können, ohne dass die Eltern mit erhobenem Zeigefinger hinter ihnen stehen müssen,“ sagt Stephan von Wrede, Vorstand der Dolphin Media AG. Stefan Michaelis bewertet vor allem die auf der Programmoberfläche bewusst gewollte Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindern hoch: "Kinder schlagen Seiten vor, Eltern müssen diese aber erst freigeben. Dieser Anlass, gemeinsam das Internet gemeinsam zu bewerten, ist Medienkompetenz, wie sie sein sollte. Das Wir gewinnt, denn daraus können beide Seiten lernen."