Es war Neelie Kroes, Vize-Präsidentin der EU-Kommission, die heute die neue, weltweite Allianz vorstellte. Die Liste liest sich wie das Who-is-Who der globalen Online-Wirtschaft: Apple, die Deutsche Telekom, Facebook, Google, Mediaset, Microsoft, Nintendo, Nokia, Research in Motion, Vodafone und 18 weitere führende Online-, IT- und Medienunternehmen, haben sich der neuen Allianz angeschlossen. Hinter der Koalition steht die EU-Kommission, die sich den Schutz der Kinder im Web nicht nur auf die Fahnen geschrieben, sondern zu einem der Kernthemen der “Digital Agenda” erklärt hat. Die Unternehmen wollen als erstes dafür sorgen, schneller und besser vor Inhalten zu warnen, die für Kinder ungeeignet oder gar schädlich sind. Dazu sollen auch die Möglichkeiten für Eltern ausgeweitet werden, die Inhalte für den eigenen Nachwuchs besser zu filtern. Weiterlesen
Passend zum heutigen Google Doodle gibt es einen neuen Webtipp aus unserer Redaktion. Auf kinderfilmwelt.de gibt es alles Wissenswerte zum aktuellen Kinofilm Tom Sawyer. Seit Mark Twain vor mehr als 130 Jahren die Abenteuer
Die Verbreitung persönlicher Daten im Netz lässt sich schwer kontrollieren. Nicht selten erleben Internetnutzer unangenehme Überraschungen, wenn sie sich selbst googeln. "Sind Informationen erst einmal online, verbreiten sie sich schnell weiter. Dazu muss noch nicht einmal eine andere Person aktiv werden. Die Inhalte streuen sich auch über Suchmaschinen und Websites, die automatisiert Informationen zusammenstellen", sagt Mario Grobholz. Er ist Gründer und Geschäftsführer von myOn-OD Media, dem Betreiber von "Ruflotse". Dieser Internet-Dienstleister hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Privatsphäre und den Ruf von Privatpersonen und Unternehmen im Internet und bei Facebook zu schützen. "Wir finden Einträge zum eigenen Namen, dem Namen der Kinder oder der Firma. Erscheinen unerwünschte Beiträge, Kommentare, Videos oder Fotos im Internet, leiten wir die Löschung in die Wege", sagt Grobholz. Weiterlesen
Die geplante Selbstverpflichtung für Online-Netzwerke in Deutschland soll in einer ersten Fassung bis Anfang März stehen. Nach einem Gespräch mit Anbietern wie Facebook und Google gab das Bundesinnenministerium in Berlin die nächste IT-Messe CeBIT als Zielmarke aus. Der Kodex werde zunächst auf die Bereiche Daten-, Jugend- und Verbraucherschutz eingehen. Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) setzt auf freiwillige Zugeständnisse der Online-Wirtschaft, was von einigen Datenschützern kritisiert wird. Bei dem Treffen in Berlin habe sich der Verein der Freiwilligen Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter (FSM) bereiterklärt, den Entwurf gemeinsam mit den Internet-Unternehmen auszuarbeiten. Weiterlesen
Google startet zusammen mit Deutschland sicher im Netz e.V. die Informationsinitiative "Gut zu wissen". Sie soll die Sicherheit der Nutzer im Internet und den richtigen Umgang mit Informationen fördern, die sie online von sich preisgeben. Das Ziel von Gut zu wissen ist es, das Bewusstsein für Sicherheit im Internet in Deutschland zu schärfen. Anzeigen beinhalten Tipps und Ratschläge für mehr Sicherheit im Netz. Nutzer erfahren, welche Maßnahmen sie zu einer besseren Absicherung im Internet ergreifen können. Auf der Webseite der Initiative unter www.google.de/gutzuwissen erhalten Verbraucher klar formulierte Schritt-für-Schritt Ratschläge zu aktuellen Sicherheits- und Datenschutzfragen.
Zwischen Januar und Juni 2001 forderten deutsche Behörden Google in 127 Anweisungen dazu auf, 2.405 Inhalte aus den Suchergebnissen zu entfernen. In 86% der Fälle gab der Suchmaschinen-Gigant nach. Dies wurde in dem veröffentlichten Transparency Report von Google bekanntgegeben. Bei Verstößen gegen das bestehende Jugendschutzgesetz, bspw. bei gewaltverherrlichenden, diskriminierenden oder pornografischen Inhalten, löschte Google die Suchergebnisse umgehend. Deutschland liegt dabei laut Google Report weit vor anderen Staaten wie Türkei, China oder Indien. Zum Report
Große Internet-Unternehmen streben danach ihre Dienstleistungen (wie z.B. Nachrichten oder Suchergebnisse) auf unsere persönlichen Vorlieben und Interessen hin anzupassen. Google personalisiert seine Suchergebnisse anhand von 57 Kriterien individuell für jeden User und das selbst ohne in ein Google-Konto eingelogged zu sein. Diese Kriterien sind z.B. der Ort, von dem aus gesucht wird, der Computer, der dazu verwendet wird, oder der Browser, mit dem gesurft wird. Dies birgt aber auch eine Hand von Gefahren: Wir bewegen uns in einer "Filter-Blase" (filter bubble) und erhalten keine Informationen, die unsere Sicht der Dinge herausfordern oder erweitern könnten. So zumindest sieht es Eli Pariser, Autor von "The Filter Bubble", und argumentiert stark, dass sich dies letzen Endes als schlecht für uns und schlecht für die Demokratie erweisen wird.