Viele Kinder verbringen viel Zeit am PC und an der Spielkonsole. Schult das Gamen und Surfen wichtige Fähigkeiten - oder trainieren Kinder etwas, das sie gar nicht brauchen? Ein Pro und ein Contra von Expertinnen. [...] Woher kommt die Faszination für Computerspiele? Zum einen reizt es Kinder, beim Spielen etwas bewegen zu können: Wenn sie etwas anklicken, erscheint eine Animation. Anders als beim Fernsehen können Kinder die Aktion auf dem Bildschirm beeinflussen. Es erscheinen Bilder und Töne und sie können aktiv mit machen – das fasziniert Kinder. Weiterlesen
PC- und Konsolenspiele sind auch ohne Killerspieldebatte bei Eltern, Pädagogen und Politikern ein heißes Eisen. Kürzlich hat ein von der Universität Würzburg betreutes Team festgestellt, dass sich der Einsatz ausgewählter Computerspiele überraschend positiv auf die Intelligenz von Kindern auswirken kann. Im Durchschnitt konnte die Auffassungsgabe der Kinder um 11 IQ-Punkte gesteigert werden. Weiterlesen
Gegenfrage: Wann schicken Eltern ihr Kind allein über die Straße oder auf den Spielplatz? Genau dann, wenn sie sich sicher sind, dass das Kind weiß, was es tun darf und was es eher lassen sollte. Und genau das gilt auch fürs Arbeiten am PC und im Internet. Denn wie das Kind an einem PC arbeiten kann, wird ihm nicht in die Wiege gelegt. Martin Müsgens, Lehrer und Referent der EU-Initiative klicksafe, beantwortet bei Focus Schule Fragen zum Thema Medienerziehung. Weiterlesen
Marie wird bald drei Jahre alt, das iPad ihrer Eltern bedient sie schon seit letztem Jahr. Entweder sucht sie sich im Internet Videos zu Kinderliedern zum Mitsingen und tanzt dazu, oder sie versucht eines der Lernspiele, die Mama und Papa auf dem Tablet-PC installiert haben. Hier soll sie Buchstaben einsetzen, da kann sie sich Tierstimmen anhören und mit einer App ihr erstes Puzzle versuchen.
Bildungs-Wissenschaftler Sugata Mitra greift eines der größten Probleme der Erziehung - die besten Lehrer und Schulen existieren nicht, wo sie am meisten benötigt werden. In einer Reihe von Experimenten in New Delhi, Südafrika oder Italien, stellte er Kindern einen Computer mit Zugriff auf das Internet zur Verfügung. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Die Kinder begannen wie von selbst mit dem Computer umzugehen und das teilweise mit großen Sprachbarrieren. Einige Gruppen begannen Musik aufzunehmen oder Filme zu drehen.
Das Internet scheint an deutschen Schulen noch immer nicht richtig angekommen. Dabei sind die sogenannten neuen Medien nach knapp zwanzig Jahren öffentlicher Nutzung kaum noch als neu zu bezeichnen. An Schulen bleiben sie die Ausnahme: Fast jeder zweite deutsche Schüler nutzt nur selten oder nie das Internet im Unterricht, fand der Branchenverband Bitkom heraus. Schade, denn heute wachsen Kinder mit dem Netz auf, ein Alltag offline ist bei 10- bis 18-Jährigen undenkbar. Das gilt auch für die künftige Arbeitswelt der jetzigen Schülergeneration: Ohne beste PC- und Internetkenntnisse kommt ein Berufsanfänger heute nicht weit. Umso schlimmer, dass die Schulen sich noch immer nicht umgestellt haben. Zwar gibt es seit einigen Jahren Informatikunterricht und Computerräume - doch beides ist meistens, sobald es im Lehrplan verankert wurde, längst überholt. Gerade deshalb ist es an den Lehrern, die Kenntnisse der Schüler sowie deren private Computerfähigkeiten in den Unterricht einzubinden. Weiterlesen
Der Standort des Computers hat großen Einfluss darauf, wie oft ihn Kinder nutzen. Eltern sollten deshalb am besten einen Platz außerhalb des Kinderzimmers wählen, der von allen genutzt werden kann. Im eigenen Zimmer sei die Verlockung für Jugendliche oft zu groß, den PC häufiger als abgemacht einzuschalten. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) hin. Weiterlesen