
Facebook hat eine Initiative gestartet, mit der Mitglieder des sozialen Netzwerkes, die Selbstmordgedanken gepostet haben, die Möglichkeit bekommen, sofort mit einem Krisen-Berater verbunden zu werden. Das Programm ist ab sofort verfügbar und Mitarbeiter der National Suicide Prevention Lifeline sind 24 Stunden am Tag online, um via Facebook Chat mit gefährdeten Personen zu sprechen.
Das Ganze funktioniert wie folgt: Wenn jemand Selbstmordgedanken auf dem Profil eines Freundes auf Facebook entdeckt, kann er einen Link unter dem Post anklicken und es somit sofort an Facebook senden. Facebook wiederum schickt nachh eine Nachricht an die betroffene Person, die den Selbstmord-Kommentar geschrieben hat. Zuvor hatte Facebook Betroffenen lediglich geraten eine Hotline anzurufen. Nun ist das soziale Netzwerk einen Schritt weiter gegangen und bietet Betroffenen driekt einen einen Link zu einem vertraulichen Facebook Chat an. "Wir haben von vielen Menschen gehört, dass sie zwar mit jemandem reden wollen, aber nicht anrufen möchten. Daher ist Instant Messaging perfekt." sagte Lidia Bernik, Projekt Manager von Lifeline.
Facebook wird keine Posts nach auffälligen Wörtern oder Sätzen scannen. Zum Einen wäre dies logitisch sehr aufwendig, zum Anderen sähen viele darin eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte. Daher setzt Facebook hierbei gezielt auf Freunde der Betroffenen, die diese sehr gut kennen und einschätzen können, wenn ernsthaft Gefahr besteht.
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