
Das Wetter am Siebenschläfertag, sieben Wochen bleiben mag! Der Siebenschläfertag (27. Juni) hat seinen Namen nicht von dem gleichnamigen Nagetier. Die Bauernregel, die unsere Vorfahren durch langjährige Beobachtungen aufgestellt haben, hat tatsächlich einen meteorologischen Hintergrund: Ende Juni / Anfang Juli stabilisiert sich die Wetterlage über Europa. Dann entscheidet sich, ob unser Sommerwetter vorwiegend durch warme südliche oder kalte nördliche Luftströmungen beeinflußt wird.
Die Bezeichnung "Siebenschläfertag" geht auf eine Heiligenlegende zurück: Die Legende der Siebenschläfer berichtet von sieben Heiligen (Malchus, Maximianus, Dionysius, Constantinus, Martinianus, Johannes und Serapion), die sich vor der Verfolgung durch Kaiser Decius im Jahre 251 in eine Höhle bei Ephesus retteten. Dort versanken sie in einen tiefen Schlaf. Der römische Kaiser fand ihr Versteck und ließ den Eingang versiegeln. Über 200 Jahre später wurde die Höhle wieder geöffnet, die Schläfer erwachten. Dieses Wunder wurde als Zeichen für das Leben nach dem Tod gewertet. Bald nach dem Erwachen starben die Sieben und wurden von nun an als Heilige verehrt.
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